Warum Geige lernen?

"Die Musik aber ist der wichtigste Teil der Erziehung: Rhythmen und Töne dringen am tiefsten in die Seele und erschüttern sie am gewaltigsten" (Platon)

Wer ein Instrument erlernt, bekommt etwas ungeheuer Bedeutsames für seinen Lebensweg: Zunächst einmal ist Musik natürlich schön, Musizieren macht Spaß, harmonisiert den Menschen und eröffnet seiner Erlebniswelt eine zusätzliche Dimension - aber nicht nur das: Ein Kind lernt Dinge wie Durchhaltevermögen, kontinuierliches Bemühen, Selbsteinschätzung und –disziplin und vieles andere mehr: So heißt es in wissenschaftlichen Studien, dass musizieren z.B. die Intelligenz steigert, die Sprachkompetenz, das räumliche Vorstellungsvermögen. Dass gemeinsames Musizieren das Sozialverhalten positiv beeinflusst, bekommen wir im "Haldern Strings" e.V. anschaulich bestätigt.

Musik ist eine Ausdrucksform von Stimmungen und Emotionen, die mit dem Menschlichen ebenso fest verbunden ist wie die Sprache. Jeder Mensch ist musikalisch. Und so stehen Musik, Rhythmus und Melodie und die Beschäftigung mit ihnen auch in intimer Beziehung zu anderen Gebieten des Menschlichen, zum Gefühlsleben ebenso wie zu Intellekt und Persönlichkeit. Die Fähigkeit diese wunderbare Schöpfung selber hervorzubringen, macht nicht nur Freude, sondern fördert auch die emotionale und geistige Entwicklung, ebenso wie die Persönlichkeit. Dies gilt für alle Altersgruppen, ganz besonders aber für Kinder und Jugendliche. Und es betrifft nicht nur die kreative Beschäftigung mit Musik, der ja mit gutem Grund auch eine therapeutische Wirkung zugesprochen wird. Auch die Erfahrung des täglichen Übens, des Erarbeitens von Musikstücken, des Vorspiels oder des gemeinsamen Musizierens, der damit verbundenen Höhen und Tiefen und schließlich auch des Erfolges, trägt zur Entwicklung einer reifen Persönlichkeit und Charakterbildung bei. Damit ist das Erlernen eines Musikinstrumentes wie der Geige oder des Violoncellos nicht nur eine kreative und befriedigende Freizeitbeschäftigung, sondern auch Bildung im umfassenden Sinne des Wortes.

„Res severa (est) verum gaudium“ (Seneca: Wahre Freude ist eine ernste Sache)

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Das Ausbildungskonzept der „Haldern-Strings“

 

Unter Leitung von Georg Michel und Ole Hansen erhalten die Kinder und Jugendlichen durch qualifizierte Musiklehrer privaten Einzelunterricht im Spiel der Geige, Bratsche und dem Violoncello. Einzelunterricht ist für das Erlernen einer hoch entwickelten Instrumentaltechnik unverzichtbar - auch wenn man keine Spitzenleistungen anstrebt. Sobald die Schüler die Anfänge des Instrumentenspieles beherrschen, wird dieser Einzelunterricht durch das Musizieren in einem dem Ausbildungsstand entsprechenden Ensemble ergänzt: Jeder Schüler nimmt einmal wöchentlich neben besagtem Einzelunterricht am Gruppenunterricht teil.

Mittlerweile gibt es im Haldern Strings e.V. vier Ensembles: Die "Mini Strings", die "Junior Strings", die "Cadet Strings" und die "Haldern Strings" für verschiedene Ausbildungsstufen. Proben finden wöchentlich im Domizil der Haldern-Strings, Irmgardisweg 15, Rees-Haldern statt.

Das im gemeinsamen Spiel mögliche Erleben von Homogenität und Rhythmus ist für die Schüler miteinander viel eindringlicher als ein gelegentliches Duett mit dem Lehrer. Alles Lernen bei Kindern ist mit einem sozialen Bezug wesentlich nachhaltiger, das miteinander Erleben und voneinander Abschauen sind wichtige Katalysatoren der Entwicklung. Weitere Gesichtspunkte: Das Spiel in der Gruppe ist nie auf eine rein methodische Unterweisung reduziert, es gibt immer etwas zu beobachten, besprechen und gemeinsam zu erleben. 

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Unsere Ensembles haben häufig Auftritte mit viel Applaus und guten Kritiken - diese Selbstbestätigung ist der Lohn für manche Mühen und eine Motivation, sich weiteren Anstrengungen zu unterwerfen. Schon die Kleinsten machen so die Erfahrung, in einem „richtigen“ Orchester mitzuspielen und das damit verbundene Gemeinschaftserlebnis tut ein weiteres, Motivation und Freude am Instrumentenspiel zu steigern. Einzelunterricht und Ensemble-Mitarbeit ergänzen sich so perfekt.

Ein zentraler Punkt der Ausbildung sind regelmäßige Workshops, teilweise mit namhaften Dozenten aus dem Bereich Gruppenunterricht: z.B. Helen Brunner (Suzuki-Lehrerin aus London), Regine Schultz-Greiner und Christian Oelert (Berlin), Barbara Engelhardt-Ciba (Dortmund) sowie Joachim Kasan (Marl) als Vertretern der sog. Rolland-Methode, oder mit Marie-Luise Jauch aus Hannover, die mit der Solmisations-Methode arbeitet. Darüberhinaus proben die Ensembles Cadet Strings und Haldern Strings einmal jährlich in einwöchigen Arbeitsphasen.   

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In den Räumlichkeiten des Haldern-Strings e.V. finden zudem regelmäßig Musizierstunden von Schülern für Schüler und Eltern statt, in denen die Kinder ihr Können präsentieren, erste Erfahrungen mit Auftritten machen und auch ihre ersten Erfolge erleben dürfen. Des weiteren gibt es Kammerkonzerte von professionellen Musikern in unserem eigenen Probenraum in der Reihe "Halderner Hauskonzerte".

Mehr zum didaktischen Konzept finden Sie hier.

 

Der Verein Haldern-Strings

Die breitgefächerte Arbeit der „Haldern-Strings“, Workshops, Muszierstunden, Arbeitsphasen und Konzerte benötigen eine sichere finanzielle und organisatorische Basis. Dazu wurde bereits 1993 der Verein „Haldern Strings“ gegründet. Ohne die Beiträge der Mitglieder, ohne Spenden und Sponsoren wäre das Angebot der Haldern-Strings nicht realisierbar. 

 

Neugierig geworden?

Dann nehmen Sie doch einfach Kontakt auf und stellen Sie Ihre Fragen. Oder besuchen Sie uns doch einmal bei einer der Proben, einer Musizierstunde oder einem der öffentlichen Konzerte. Vielleicht wollen Sie auch gerne Mitglied oder Fördermitglied des Vereins werden. Sponsoren sind nicht nur hochwillkommen - sie sind unerläßlich für die Aufrechterhaltung unserer Aktivitäten!